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03.04.2018 rss_feed

Dr. Georg Röhrmoser mit der Adolf-Köppe-Nadel ausgezeichnet

v.l.n.r. Maximilian Putz (Laudator), Dr. Georg Röhrmoser, Dr. Bettina Bongartz  (Geschäftsführerin der DGfZ)

In Anerkennung seiner Leistungen auf dem Gebiet der süddeutschen Rinderzucht und seiner erfolgreichen Förderung der  internationalen fachlichen Zusammenar­beit wurde Dr. Georg Röhrmoser mit der Adolf-Köppe-Nadel geehrt. Da Dr. Röhrmoser leider zur DGfZ-Jahrestagung 2017 in Stuttgart verhindert war, erfolgte die Verleihung anlässlich der ASR-Beirats- u. Mitgliederversammlung am 27. März 2018 in Ulm / Seligweiler. Im Sommer 1986 begann die berufliche Karriere von Dr. Röhrmoser auf Landesebene bei der BLT in Grub, wo er für zahlreiche Fütterungsversu­che sowie später für das Hornlosprogramm der Fleckvieh­population in Bayern verantwortlich war. Er hat damit wesentlich zur Verbreitung des Hornlosgens und zur Qualitätsverbesserung der natürlich hornlosen Fleckviehtiere beigetra­gen. Seit 1997 führt Georg Röhrmoser als Geschäftsführer erfolgreich die Geschicke der Arbeitsgemein­schaft Süddeutscher Rinderzucht- und Besamungsorganisationen e.V. (ASR). In dieser Funktion obliegen ihm seither die Koordi­nierung der Belange der Zuchtverbände und Besamungsstationen sowie die bundes­weite Verantwortung für alle Doppelnutzungsrassen. So wurden auf Vorschlag von Dr. Röhrmoser 2006 und 2016 auf Basis wissenschaftlicher Analysen, wirtschaftlicher und züchterischer Parameter die Zuchtziele der Hauptrassen neu justiert. Seine internationalen Anstrengungen haben dazu geführt, dass in seiner Amtszeit der Zuchtvieh- und Samenexport bei den Doppelnutzungsras­sen erheblich gesteigert wer­den konnte. 2011 konnte die Genomische Selektion eingeführt und eine entsprechende Lernstichprobe aufgebaut werden – ein weiterer Meilenstein. Als unverzichtbares Bindeglied zwischen Wissenschaft und Pra­xis löst Dr. Röhrmoser mit seinem breiten und tiefen Fachwissen in seinem sehr gut funktionierenden Netzwerk Reaktionen aus, initiiert Prozesse und beschleunigt Abläufe, so Maximilian Putz vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung,  Landwirtschaft und Forsten in seiner Laudatio. Im Jahre 1956 hat die Deutsche Gesellschaft für Züchtungskunde e.V. im Gedenken an den bedeutenden Tierzüchter Dr. h.c. Adolf Köppe eine Ehrennadel gestiftet, die seinen Namen trägt. Adolf Köppe hat in den langen Jahren seines Wirkens als Tierzuchtdirektor in Ostfriesland Maßstäbe für die gesamte deutsche Tierzucht gesetzt. Die Adolf-Köppe-Nadel dient der Ehrung von Persönlichkeiten, die sich auf dem Gebiet der praktischen Tierzucht besondere Verdienste er­worben haben. 

Quelle: DGfZ

Foto: v.l.n.r. Maximilian Putz (Laudator), Dr. Georg Röhrmoser, Dr. Bettina Bongartz (Geschäftsführerin der DGfZ)